14. Mai 2026
Warum Du jetzt mit Marketing starten solltest – auch wenn die Auftragsbücher voll sind
„Ich hab‘ gerade genug Aufträge, ich brauche kein Marketing“, ist ein Satz, den ich ziemlich oft höre. Viele Soloselbstständige sehe ich einige Monate später wieder. Dann heißt es: „Läuft gerade gar nicht, ich muss dringend Marketing machen.“ Aber dann ist es oft schon zu spät. Wenn Du nie vor leeren Auftragsbüchern sitzen möchtest, solltest Du jetzt mit Marketing starten. Warum, erfährst Du hier.

Volle Auftragsbücher – keine Zeit für Marketing.
Wer selbstständig arbeitet möchte vor allem eines: Das Kerngeschäft voranbringen. Im besten Fall gibt es einen stetigen Fluss an Aufträgen. Dass Du Dich auf das konzentriersFt, was Dein Brot verdient, steht im Fokus. Aufträge abarbeiten, Rechnungen schreiben, zufriedene Kund*innen sammeln.
Gerade zum Start in die Selbstständigkeit fallen zusätzlich zu Aufträgen auch diverse andere Themen an: Gewerbeanmeldung, Steuernummer beim Finanzamt beantragen, Versicherungen klären. Dass Du in dieser Zeit keinen Kopf fürs Marketing hast, kann ich durchaus verstehen. Nicht nur das: Ich hatte zum Start meiner Selbstständigkeit sogar die gleichen Themen im Kopf und wenig Kapazitäten für mein eigenes Marketing. Und ich mach das beruflich.
So lange Du Aufträge und zufriedene Kund*innen hast, die stetig weiter mit Dir arbeiten möchten, ist das auch erstmal kein Problem. Oder?
Leere Auftragsbücher – Volle Kraft auf Marketing?
Irgendwann erlebt wohl jede*r Selbstständige diesen Moment: Für die kommenden Wochen oder gar Monate gibt es nichts zu tun. Auch wenn es in Deiner Selbstständigkeit vielleicht noch lange nicht danach aussieht, glaube mir, diese Phasen kommen mit ziemlicher Sicherheit.
Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um mit Marketing zu starten? Damit das dann schnell Anfragen und Aufträge reinspült? Ganz so einfach ist es leider nicht. Natürlich ist es sinnvoll, die neugewonnene Zeit in Dein Business zu stecken – also ran ans Marketing. Das Problem ist allerdings die Erwartungshaltung dahinter: Wenn Du jetzt startest, wird Marketing nicht sofort für neue Aufträge sorgen. Denn:
Marketing ist ein Marathon und kein Sprint
Du kannst in Leerlauf-Phasen natürlich bezahlte Anzeigen kaufen – immerhin ist das auch eine Form des Marketings. In diesem Fall bekommst Du vermutlich sogar recht schnell Aufträge. Allerdings ist es auch schon vorbei mit dem Fluss neuer Kund*innen, wenn Du kein Geld mehr in die Anzeige pumpst. Der bessere Weg: Ein langer Atem.
Marketing funktioniert über die Zeit. Vor allem dann, wenn Du nicht permanent Geld dafür ausgeben möchtest.
Klar, Du kannst natürlich Anzeigen kaufen. Dann bist Du für kurze Zeit und für einen festen Betrag sichtbar. Allerdings eben nur so lange, wie Du aktiv für diese Sichtbarkeit bezahlst. Wenn Du in Marketing-Aktivitäten investierst, die wenig kosten, dafür aber langfristig laufen, wirst dauerhaft immer wieder Kund*innen bekommen – weil sie ganz automatisch zu Dir finden.
Das klingt alles ein wenig abstrakt? Hier mal zwei Beispiele, die zeigen, was passiert, wenn Du das Thema Marketing nie angehst:
Die Handwerkerin
Saskia betreibt eine kleine Malerinnenwerkstatt. Im Sommer hat sie mehr Aufträge als sie annehmen kann – Fassaden, Wohnungen, Renovierungen. An Marketing denkt sie nicht. Im Winter bricht das Geschäft ein und sie schaltet hastig eine Google-Anzeige. Ein paar Anfragen kommen, aber sobald das Budget aufgebraucht ist, wird es wieder still. Hätte sie über die Sommermonate regelmäßig Vorher-Nachher-Bilder ihrer Projekte auf Instagram gepostet und Bewertungen auf Google gesammelt, würden Neukund*innen sie jetzt ganz ohne Anzeigenkosten finden – einfach weil ihr Profil sichtbar und vertrauenswürdig wirkt.
> Marketing im Handwerk: So findest Du Aufträge in Deiner Region
Der Jobcoach
Markus arbeitet als Jobcoach und begleitet Fach- und Führungskräfte beim Berufswechsel. Lange läuft sein Business gut über Weiterempfehlungen. Als ein Großkunde wegbricht, fehlt ihm plötzlich ein Drittel seines Umsatzes – und niemand außerhalb seines direkten Netzwerks kennt ihn. Hätte er in der starken Phase einmal pro Woche einen kurzen LinkedIn-Beitrag über typische Coaching-Themen veröffentlicht, wäre er heute in den Köpfen potenzieller Klient*innen präsent. Content, der über Monate hinweg Vertrauen aufbaut, wirkt genau dann, wenn jemand einen Coach braucht – und das ist meistens nicht sofort nach dem ersten Lesen.
Und so kann es aussehen, wenn Du Dich dauerhaft um Dein Marketing kümmerst:
Lena gibt Yogakurse in einem Stadtteilzentrum. Ihre Kurse sind seit Monaten ausgebucht, die Warteliste lang. Trotzdem nimmt sie sich jede Woche eine halbe Stunde Zeit, um einen kurzen Tipp oder eine Mini-Übung an ihren E-Mail-Verteiler zu schicken – und postet ab und zu auf Instagram, was sie gerade beschäftigt. Als das Zentrum plötzlich schließt, ist das natürlich ein Schock. Aber Lena schreibt eine E-Mail an ihre Liste, kündigt neue Kursformate an – und hat innerhalb weniger Tage genug Anmeldungen, um direkt weiterzumachen. Ihre Stammteilnehmer*innen musste sie nicht suchen. Sie waren einfach noch da.

Im Vorbeigehen am Marketing arbeiten
Dein bestes Marketing sind natürlich zufriedene Kund*innen. Und das kannst Du nutzen: Sammle Bewertungen für Dein Google Business-Profil, gib ihnen die Möglichkeit, einen Newsletter zu abonnieren oder Dich einfach weiterzuempfehlen. Und schon hast Du wieder ein wenig in Dein Marketing investiert.
Damit Du die Zufriedenheit Deiner Kund*innen nutzen kannst, reicht es aus, vorher ein paar Dinge vorzubereiten:
- Google Business-Profil: Das ist schnell angelegt und Du profitierst in vielerlei Hinsicht davon. Kund*innen finden Dich leichter, können direkt Bewertungen hinterlassen und Dich kontaktieren. Du bist außerdem über Google auffindbar.
> Mehr zum Thema: Lokales Marketing - Warum Dein Insiderwissen Gold wert ist - Flyer und Visitenkarten: Auch wenn wir im digitalen Zeitalter leben, ist es sinnvoll, immer eine Visitenkarte einstecken zu haben. Wenn Deine Kund*innen zufrieden waren, kannst Du die Karte einfach dalassen. Noch besser: Ein Flyer mit Rabattangebot! Entweder nutzt die Person es selbst oder nutzt beides für eine Empfehlung.
- Newsletter-Programm: Wenn Du Dich dazu entscheidest, Kontakte zu sammeln und einen Newsletter zu versenden, musst Du Dich zwangsläufig mit einem entsprechenden Programm beschäftigen. Die gute Nachricht: Die meisten Programme bieten Dir eine Vielzahl an Funktionen und sind DSGVO-konform sowie selbsterklärend. Wenn Du hier etwas Zeit investierst, profitierst Du dauerhaft davon.
Fazit: Dauerhaft Zeit in Marketing investieren – so geht’s
Am besten startest Du also lieber jetzt mit Marketingmaßnahmen als später. Und dafür musst Du nicht einmal viel Zeit investieren. Plane lieber etwas Zeit ein, die Du wöchentlich in Marketing investieren kannst. Du hast nur eine Stunde oder vielleicht sogar nur 30 Minuten? Super! Denn jede Minute, die Du in die Vermarktung Deines Angebots steckst, zählt.
Du hast keine Zeit für Marketing? Ich helfe Dir gern. Lass uns gemeinsam die richtigen Maßnahmen und die richtigen Worte finden. Vereinbare jetzt ein kostenloses Erstgespräch mit mir.
